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GolfPRO - Tipps
Alle 2 Wochen erscheint hier ein neuer GolfPRO Tipp alte Tipps können Sie dann im Archiv nachlesen ARCHIV

Tipps für Ladies: Er könnte länger sein

Oder warum Männer oft weiter schlagen
(ob nun gerade oder nicht, steht noch nicht zur Debatte)

Das Problem in Kürze: Warum Golferinnen trotz erstaunlicher Beweglichkeit und einem Rückschwung á la British Open-Sieger John Daly immer noch zu kurz schlagen.

Der Hauptgrund: Männer haben mehr Muskelkraft als Frauen. Auch scheint die DNS bezüglich Koordination bei Männern oft ausgeprägter zu sein. (Achtung: wir sprechen von Amateuren, nicht von Profis)

Bei den Pros: die Pros bevorzugen "Treffpunkt-Distanz" vor der von Amateuren benutzten "Schwung-Geschwindigkeits-Distanz". Die Präzision lässt grüssen.

Mit wenigen Kniffen kann jede Golferin an Weite gewinnen. Und zwar: Damen missdeuten meistens die Schwungbewegung. Nach dem Motto - je weiter ich aushole, desto weiter schlage ich. Leider falsch! Denn es kommt nicht auf das "Schläger um den Körper wickeln" an, sondern auf zwei wesentliche Dinge:

- den Aufbau einer richtigen Spannung im Körper sowie
- korrekte Gebrauch des Handgelenkes

Irreführend sind da Fotos von diversen Pros (wie John Daily), die extrem weit ausholen - allerdings dabei den optimalen Widerstand aufbauen. Und genau da ist das Missverständnis - das Überschwingen. Der Schlägerschaft zeigt zum Boden, sollte aber bestenfalls parallel zum Boden sein.

Die Fehlerquellen:
Der Stand ist meist zu eng.
Hüften und Schultern drehen parallel auf (im Idealfall sollte
aber der Unterschied zwischen Hüft- und Schulterdrehung so gross wie möglich sein). Dabei wird die linke Ferse zu stark angehoben, und in der weiteren Folge sind die Knie zu nah beisammen.

Resultat: Kein Widerstand im Unterkörper.
Ausserdem: Die rechte Schulter geht hoch, die linke taucht ab, das Gewicht bleibt auf der linken Seite - die Folge ist wiederum der Überschwung.

Und schliesslich: beim Abschwung wird das Handgelenk zu früh bewegt und dadurch der Schlägerkopf zu früh beschleunigt. Das Pulver wird bereits in der Luft verschossen. Im Treffmoment wird trotz des enormen Ausholens, der Schlägerkopf immer langsamer. Jeder gute Golfschwung setzt eine innere Spannung zwischen Ober- und Unterkörper voraus. Wie beim Bogenschiessen, je weiter ich den Bogen spanne, desto weiter fliegt der Pfeil. Aber: Nicht glauben, dass das zuweite Ausholen mit dem Schläger das gleiche bewirkt wie beim Bogenschiessen. Das ist nämlich vielfach das grosse Missverständis. Es kommt vorallem darauf an, einen Wiederstand (Spannung) im Körper aufzubauen.

Meine Schüler lernen das so:
- Stand schulterbreit
- linker Fuss leicht Richtung Ziel öffnen und im Rückschwung unten - lassen (stabilisieren).
- dadurch wird die übertriebene Hüftdrehung blockiert
- die linke Schulter dreht sich seitlich hinter den Ball
- rechtes Knie soll gebeugt bleiben und seitlich stabil bleiben

Durch diese Massnahmen entsteht das Gefühl von einem kürzeren Rückschwung, was auch tatsächlich zutrifft. Im Gegensatz zu vorher ist jetzt mehr Spannung im Körper entstanden - wie sie bei längerem Halten der Rückschwung-Position sicherlich feststellen werden (puhhhh!). Der Überschwung hat ausgedient.

Wenn Sie jetzt bei all diesen neuen Dingen noch die Griffstärke auf sanft stellen, kann die Fliehkraft beschleunigen! Mehr Distanz ist die Folge.

Haben Sie mit Weite ebenfalls Probleme oder Sie kommen mit Ihrem Golfspiel nicht weiter, so zögern Sie nicht, einen Golflehrer aufzusuchen. Bitte verstehen Sie, dass diese Golftipps immer für generelle Probleme Lösungen bieten. Oft kann es aber eine Kombination von verschiedenen Faktoren sein, die Ihr Problem hervorrufen.
Grundsätzlich ist der Golflehrer die beste Lösung für individuelle Analysen Ihrer Schwung"fehler".

Mit besten Grüssen

Michel Monnard
www.golfschule-mallorca.net



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